Pyrolyse und Pyrolyse/IR-Kombination

Pyrolyse und Pyrolyse/IR-Kombination - Analyse von vernetzten Kautschukteilen

(von griechisch: pyr = Feuer, lysis = Auflösung) ist die Bezeichnung für die thermische Spaltung chemischer Verbindungen, wobei durch hohe Temperaturen ein Bindungsbruch innerhalb von großen Molekülen erzwungen wird. Meistens geschieht dieses unter Sauerstoffausschluss, um die Verbrennung zu verhindern. Man spricht dann auch von Verschwelung. Gegebenenfalls werden Dehydrierungs- oder Dehydratisierungsmittel während des Vorgangs hinzugesetzt.
Häufigster Anwendungsbereich ist die P. von Kunststoffgemischen und Gummiteile
Dieses Verfahren findet Anwendung bei der Untersuchung vernetzter oder unlöslicher Polymere mit hohem Ruß- oder Füllstoffgehalt, wo nach üblichen Verfahren erstellte IR-Spektren nur wenig befriedigen. Die Proben werden im Vakuum oder (nach VDA 675 140) im Reagenzglas bei hoher Temperatur zersetzt und die gasförmigen und flüssigen Zersetzungsprodukte anschließend separat IR-spektrometrisch analysiert. Es sind so Aussagen über die Elastomerbasis möglich.