Infrarotspektroskopie – FTIR

 

FTIRZur qualitativen Charakterisierung von Thermoplasten wird die IR-Spektroskopie angewandt.

Eine kleine Probe des Thermoplasten wird zwischen 2 auf Schmelztemperatur des Thermoplasten aufgeheizten Metallplatten unter einer IR-Presse gelegt um daraus einen Schmelzfilm herzustellen. Der Schmelzfilm wird im Strahlengang eines von einem Laser gesteuerten Infrarotstrahls gesetzt. Die Strahlung durchdrängt die Probe und regt die Atomgruppierungen zu Schwingungen an. Dabei wird ein Teil der IR- Energie absorbiert. Vom durchdrängten IR-Strahl lässt sich folglich, entsprechend der von Molekülen und Atomgruppierungen aufgenommenen Energie, ein Absorptionsspektrum registrieren. Dies ist durch Banden (Signale) gekennzeichnet, die in Lage und Intensität für bestimmte Atomgruppierungen charakteristisch sind.

materialidentifikationDie Auswertung und Identifikation der Spektren erfolgt durch Suche in einer international anerkannten IR-Suchbibliothek (Hummel-IR-Suchbibliothek). Es werden im Suchprotokoll 10 Identifikanten zur Probe mit einem von oben nach unten abnehmenden Übereinstimmungsgrad angezeigt. Das Höchstmaß ist 100.